KMU- und Gewerbeverband Kanton Solothurn




Am 15. Mai 2025 durfte ich im Rahmen des Gewerbekongresses bei der P. Sonderegger AG in Wangen bei Olten das Präsidium des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Solothurn übernehmen. Für das entgegengebrachte Vertrauen danke ich unseren Mitgliedern herzlich. Ich habe dieses Amt mit grosser Freude, Leidenschaft und dem klaren Willen angetreten, das Solothurner Gewerbe wirkungsvoll zu vertreten.
Als Dachverband der Gewerbevereine und Berufsverbände im Kanton sowie als Sektion des Schweizerischen Gewerbeverbands ist der KGV SO eine zentrale Stimme für unsere KMU – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Gerade in unsicheren Zeiten darf diese Stimme nicht an Gewicht verlieren.
Für die Zukunft ist eine breitere Abstützung durch zusätzliche Berufsverbände sowie starke Gewerbevereine zentral. Ein leistungsfähiger Dachverband lebt von seiner Grösse und Geschlossenheit. Hier besteht für den KGV SO weiterhin Entwicklungspotenzial, insbesondere bei der Einbindung weiterer wichtiger Berufsverbände. Nur gemeinsam können die Interessen des Gewerbes mit dem nötigen Gewicht eingebracht werden.
Das vergangene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass der Verband über eine solide Basis verfügt und in vielen Bereichen wirkungsvoll agiert. Gleichzeitig ist klar, dass diese Breite weiter gestärkt werden muss. Es bleibt unsere Aufgabe, die unterschiedlichen Anliegen noch umfassender zu bündeln und mit Klarheit und Nachdruck zu vertreten.
Im Jahr 2025 wurde zudem die Strategie für die Jahre 2026–2030 verabschiedet. Sie bildet den Rahmen für die Weiterentwicklung des Verbands und wird regelmässig überprüft sowie den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst.
Ein besonderer Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der Berufsbildung. Im Rahmen der Leistungsvereinbarungen mit dem Kanton Solothurn konnten wichtige Projekte umgesetzt und die Sichtbarkeit der beruflichen Grundbildung gezielt gestärkt werden. Dass diese Projekte inzwischen seitens des Kantons sistiert wurden, ist bedauerlich. Umso wichtiger bleibt das Engagement unseres Verbands: Die Förderung und Interessenvertretung der Berufsbildung ist zentral für die Zukunft unserer KMU und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts um Fachkräfte. Dies wurde als strategisches Handlungsfeld in der Strategie verankert.
Der KGV SO lebt vom Engagement seiner Mitglieder, des Vorstands und der Geschäftsstelle. Für die geleistete Arbeit und den grossen Einsatz danke ich allen Beteiligten herzlich.
Als Geschäftsführerin ist mir die Sicherung und Wertschätzung des lokalen Handwerks im Kanton Solothurn ein zentrales Anliegen. Gerade in einer Zeit, in der der Konsum zunehmend online erfolgt und Produkte sowie Dienstleistungen vermehrt im Ausland bezogen werden, braucht es ein klares Bekenntnis zu unseren Betrieben vor Ort. Wertschöpfung beginnt im Kanton und sie bleibt nur dann hier, wenn wir unser Gewerbe stärken, sichtbar machen und bewusst berücksichtigen.
Das Jahr 2025 war für den KMU- und Gewerbeverband Kanton Solothurn (KGV SO) ein Jahr des Umbruchs und der Neuausrichtung. Mit dem Präsidiumswechsel, organisatorischen Anpassungen und einer gezielten strukturellen Überprüfung wurden wichtige Grundlagen für die Zukunft geschaffen. Mit begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen galt es, Prioritäten zu setzen, Prozesse zu optimieren und die Leistungsfähigkeit des Verbands weiter zu stärken.
Im vergangenen Jahr wurden sämtliche Geschäftsführungsmandate überprüft, neu verhandelt und strategisch eingeordnet. Per Ende 2025 betreute der KGV SO insgesamt sechs Mandate. Zu den umfassendsten zählen die Arbeitskontrollstelle Solothurn (AKS SO) sowie die Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung Solothurn (IGKG SO). Diese Tätigkeiten stärken die Vernetzung des Verbands und leisten einen konkreten Beitrag für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Berufsbildung im Kanton.
Parallel dazu haben wir die Sichtbarkeit des KGV SO gezielt und deutlich ausgebaut. Über verschiedene Kanäle sind wir heute präsent und schaffen dem Gewerbe eine Plattform für Information, Positionierung und Austausch. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur Gewerbeförderung und stärken die Wahrnehmung der lokalen Betriebe.
Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit erfolgt im Hintergrund. Zahlreiche Geschäfte werden vorbereitet, begleitet und vorangetrieben – oft ohne grosse Sichtbarkeit nach aussen. Wir stehen im permanenten Austausch mit Behörden, Verbänden und wichtigen Anspruchsgruppen und bringen die Anliegen des Gewerbes aktiv in diese Prozesse ein.
Dieses kontinuierliche Wirken ist entscheidend für die Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandorts. Diese Kombination aus sichtbarer Präsenz und konsequenter Arbeit im Hintergrund ist zentral für eine wirksame Interessenvertretung und eine nachhaltige Stärkung des Gewerbes.
Für den grossen Einsatz danke ich insbesondere dem Team der Geschäftsstelle sowie allen Partnerinnen und Partnern herzlich.
Das vergangene Jahr hat gezeigt: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben anspruchsvoll. Internationale Unsicherheiten, hohe Kosten und geringere Investitionen prägten das Umfeld. Auch im Kanton Solothurn stehen Betriebe unter Druck. Die Zurückhaltung bei neuen Vorhaben ist real; der Fachkräftemangel bleibt im Fokus.
Dennoch: Unser Kanton verfügt über eine bemerkenswerte wirtschaftliche Substanz. Gerade die KMU beweisen unternehmerischen Mut und Innovationskraft. Täglich streben sie danach, effizienter, nachhaltiger und wettbewerbsfähiger zu werden durch den Einsatz neuer Technologien, digitaler Prozesse und moderner Produktionsmethoden.
Als Volkswirtschaftsdirektorin ist es mein Ziel, Bedingungen zu schaffen, die Innovation erleichtern. Dazu gehören transparente Regeln, schlanke Verfahren und eine lösungsorientierte Verwaltung. Der Kanton kann wirtschaftlichen Erfolg nicht verordnen, aber er kann das Unternehmertum fördern.
Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Solothurn (KGV SO) spielt dabei eine zentrale Rolle. Er bringt die betriebliche Realität in den politischen Dialog ein. Denn gute Wirtschaftspolitik entsteht im Austausch mit jenen, die täglich Verantwortung tragen – für Arbeitsplätze, Ausbildung und Wertschöpfung.
Ich danke dem KGV SO für diesen konstruktiven Dialog und für sein Engagement zugunsten eines starken Werkplatzes Solothurn. Ich wünsche den Solothurner KMU für das Jahr 2026 Zuversicht, unternehmerischen Mut und die nötigen Freiräume für innovative Ideen.
Der Schweizerischer Gewerbeverband sgv hat sich auch im Jahr 2025 mit grossem Engagement für die rund 600’000 vertretenen KMU eingesetzt und dabei zahlreiche Erfolge erzielt. Insgesamt hat sich der sgv zu rund 370 politischen Geschäften positioniert und die Interessen des Gewerbes auf nationaler Ebene wirkungsvoll eingebracht.
Zu den wichtigsten politischen Erfolgen zählt die deutliche Ablehnung der JUSO-Initiative, die eine Erbschaftssteuer von 50 Prozent vorsah. Ebenso konnten Fortschritte bei der Senkung von Gebühren im Betreibungswesen erzielt werden, während im Konkurswesen entsprechende Überprüfungen angestossen wurden.
Ein weiteres wichtiges Thema blieb der Detailhandel, insbesondere die hohen Kommissionsgebühren bei bargeldlosen Zahlungsmitteln. Der sgv setzt sich hier weiterhin für mehr Transparenz und faire Rahmenbedingungen ein.
Auch im Bereich der Berufsbildung konnten bedeutende Fortschritte erreicht werden. Mit der Einführung der neuen Titel «Professional Bachelor» und «Professional Master» wird die höhere Berufsbildung gestärkt und ihre gesellschaftliche Anerkennung weiter erhöht.
Weitere Informationen finden sich im Jahresbericht 2025 des sgv.
Die Gewerbekammer hat Ende November 2025 die neue Verbandsstrategie 2026–2030 einstimmig verabschiedet. Vorausgegangen war ein Mitwirkungsprozess, in den die angeschlossenen Gewerbevereine und Berufsverbände einbezogen wurden. Damit ist die Strategie breit abgestützt und im Verband verankert.
Mit der neuen Ausrichtung stärkt der KGV SO seine Rolle als führende, sichtbare und politisch wirksame Stimme des Solothurner Gewerbes und der KMU mit über 3’000 Mitgliedern. Sie definiert die strategischen Leitplanken für die kommenden Jahre und schafft Orientierung in einem zunehmend anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld.
Die Strategie setzt klare Prioritäten: eine starke Präsenz im ganzen Kanton, eine erhöhte öffentliche Sichtbarkeit, gezielte politische Einflussnahme zugunsten wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedingungen sowie professionelle, schlanke und leistungsfähige Verbandsstrukturen. Ebenso zentral sind eine nachhaltige Finanzierung und mehr Verbindlichkeit im Beitragswesen.
Besonderes Gewicht erhält zudem die Stärkung der Berufsbildung, die Förderung des lokalen Gewerbes sowie der Ausbau des Netzwerks mit Politik, Verwaltung und Wirtschaftspartnern.
Die Strategie versteht sich als lebendiges Führungsinstrument. Sie wird regelmässig überprüft, weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Damit schafft der KGV SO die Grundlage, um seine Mitglieder auch in Zukunft wirksam zu vertreten und den Wirtschaftsstandort Solothurn aktiv mitzugestalten.

Ende 2025 wurde der Metzgermeisterverband Kanton Solothurn nach 126 Jahren aufgelöst. Zuletzt waren noch 18 Betriebe angeschlossen. Bei der Gründung im Jahr 1899 zählte der Verband 136 Metzgereien mit insgesamt 270 Angestellten. Dem Verband sowie seinem Präsidenten André Scholl gebührt grosser Dank für das langjährige Engagement.
Der KGV SO agiert als Dachverband der Gewerbevereine und der Berufsverbände im Kanton Solothurn. Im Geschäftsjahr 2025 waren 18 Berufsverbände und 31 Gewerbevereine angeschlossen. Ziel ist es, insbesondere die Zahl der Berufsverbände in den kommenden Jahren zu erhöhen, um der Stimme des Gewerbes zusätzliche Schlagkraft zu verleihen. Wir würden uns zudem freuen, wenn der inaktive Gewerbeverein Dornach im Jahr 2026 wieder neue Impulse erhält und zu neuer Aktivität findet.
Publireportage der UBS Switzerland AG
Schwankende Devisenkurse können KMU vor Herausforderungen stellen. Im Kurzinterview erfahren Sie, wie Unternehmen Risiken erkennen und reduzieren. Robin Wasser betont, wie wichtig es für KMU ist, die Währungsabsicherung im Blick zu behalten.
Warum sollten sich KMU mit Währungsabsicherung beschäftigen?
Internationale Geschäfte sind Alltag – sei es beim Beschaffen von Materialien im Ausland oder beim Export. Bei Devisentransaktionen können schon kleine Schwankungen (1–2 %) erhebliche Auswirkungen auf Umsatz und Marge haben – insbesondere dann, wenn die Gewinnspanne eng ist. Eine Währungsabsicherung verschafft Handlungsspielraum: Sie schützt vor unangenehmen Überraschungen und erhöht die Planungssicherheit, da man sich gegen mögliche Kursverluste absichert. Unternehmen, die Wechselkursrisiken vernachlässigen, laufen Gefahr, ihr Geschäftsergebnis unnötig zu belasten.
Robin Wasser ist verantwortlich für die Betreuung von Unternehmenskunden in der Region Aargau und Solothurn. Gemeinsam mit seinem Team unterstützt er Sie bei Ihrem Währungsmanagement. Vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Beratung bei der UBS an der Bahnhofstrasse 61 in Aarau.
Welche Instrumente stehen KMU zur Verfügung?
Ein klassisches und weit verbreitetes Instrument ist das Forward-Geschäft (FX-Forward). Hierbei fixiert man heute den Wechselkurs für eine zukünftige Transaktion. Damit vermeidet man das Risiko von Kursbewegungen bis zur Fälligkeit. Ein beliebtes Produkt bietet UBS mit der Variante Flexible FX-Forward an. Da oft der exakte Zeitpunkt und der Bedarf in einer bestimmten Währung im Voraus unklar ist, können auch Teilbeträge über eine bestimmte Zeitperiode bezogen werden. Diese Flexibilität ist besonders wertvoll, wenn sich der Liquiditätsbedarf oder die Geschäftsentwicklung kurzfristig ändert. Gerade in der aktuellen, unsicheren Weltlage ein vorteilhaftes Element.
Kann man nicht einfach natürlich Absichern?
Ja – soweit möglich, ist ein natürliches Hedging immer die beste und günstigste Möglichkeit, Fremdwährungen zu bewirtschaften. Unternehmen streben danach, die Einnahmen und Ausgaben möglichst in derselben Währung zu haben und somit Währungsneutral operieren zu können. Allerdings stösst diese Strategie in der Praxis oft an ihre Grenzen. Gewisse Lieferketten, Märkte oder Kundenbeziehungen verlangen explizit ein Exposure in unterschiedlichen Währungen. In solchen Fällen reicht natürliches Hedging allein nicht aus, oder mehr noch, ist möglicherweise auch gar nicht möglich. In diesen Fällen ist es gut, wenn man das entstehende Risiko mit flexibel einsetzbaren Instrumenten aktiv steuert und so seine Marge schützt.
Wie soll man als Unternehmen vorgehen, das bislang wenig oder keine Erfahrung mit Währungsabsicherung hat?
Wir empfehlen den Einstieg über eine sogenannte «Sensitivitäts-Analyse». Bei dieser wird simuliert, wie sich Wechselkursveränderungen – etwa +/– 5 oder 10 % – auf Umsatz, Kosten und Ergebnis auswirken. So erkennt man rasch, welche Beträge überhaupt absicherungsbedürftig sind und wo das grösste Risiko liegt. Auf Basis dieser Analyse und im gemeinsamen Dialog mit den Devisen- oder Treasury-Spezialisten, wird die passende Strategie definiert und zum Beispiel Fragen nach der Absicherungsquote, den Instrumente und gegebenenfalls, nach der sinnvollen zeitlichen Staffelung, geklärt. Ebenfalls wichtig; man sollte die Strategie nicht statisch laufen lassen, sondern regelmässig überprüfen, um sie proaktiv an Marktveränderungen anzupassen.
Welchen Preis hat die Währungsabsicherung und welche konkreten Chancen ergeben sich?
Absicherung ist kein Nullsummenspiel – sie kostet Prämien, Gebühren oder Spreads. Daher ist abzuwägen, wieviel Schutz gegen das Risiko einer ungünstigen Wechselkursentwicklung im Vergleich zur Absicherung der Marge und letztlich des Unternehmensgewinns erforderlich ist. Flexible Instrumente (wie der genannte Flexible FX Forward) erlauben eine bessere Balance zwischen Absicherung und dem gleichzeitigen Spielraum für positive Kursentwicklungen.
Wie unterstützt UBS die KMU konkret bei der Entwicklung einer passenden Währungsstrategie?
UBS analysiert gemeinsam mit den Unternehmen die Geldflüsse entlang der Wertschöpfungskette und entwickelt massgeschneiderte Lösungen. Ob klassische Absicherungsinstrumente oder flexible Möglichkeiten; die Strategie wird so ausgestaltet, dass sie Planungssicherheit und Verlässlichkeit gibt und dennoch auch Raum für positive Kursentwicklungen lässt. So schützen KMU auch in unsicheren und volatilen Märkten zuverlässig ihre Margen und Gewinne.
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Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von wichtigen personellen Weichenstellungen, einer klaren inhaltlichen Positionierung sowie der gezielten Weiterentwicklung der Verbandsarbeit. Mit dem Präsidiumswechsel, dem Fokus auf zentrale Standortthemen wie die Mobilität und neuen Formaten für Austausch und Mitwirkung in den Regionen hat der KGV SO seine Rolle als starke Stimme des Gewerbes im Kanton Solothurn weiter geschärft.
Die nachfolgenden Highlights zeigen exemplarisch, wie unser Verband den Dialog mit Mitgliedern, Politik und Wirtschaft aktiv gestaltet und seine Netzwerke gezielt stärkt.

Gewerbekongress: Präsidiumswechsel und Fokus Mobilität
Der Gewerbekongress ist das oberste Organ des KGV SO. Er findet in der Regel alle zwei Jahre statt und bildet die zentrale Plattform für die statutarischen Geschäfte des Verbandes sowie für den Austausch zwischen Gewerbe, Politik und Wirtschaft.
Am Gewerbekongress 2025 vom 15. Mai bei der P. Sonderegger AG in Wangen bei Olten wurde Stefan Blaser zum neuen Präsidenten des KGV SO gewählt. Er folgt auf Pia Stebler, die für ihr langjähriges Engagement zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Rund 160 Gäste folgten der Einladung. Inhaltlich stand die Mobilität im Zentrum. Das Autobahnkreuz im Gäu wurde als strategischer Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit der KMU hervorgehoben.

Gewerbekammer in den Regionen
Die Gewerbekammer ist das wirtschaftspolitische Gremium des KGV SO. Sie wird vom Vorstand nach Bedarf einberufen und tagt in der Regel vor eidgenössischen und kantonalen Urnengängen. Sie setzt sich aus den Präsidenten der Sektionen beziehungsweise deren Vertretungen sowie dem Vorstand zusammen.
Im Jahr 2025 wurde die Neuausrichtung der Gewerbekammer eingeleitet. Ziel ist es, sie als aktives, breit abgestütztes Gremium mit klarem Mehrwert für die Mitglieder zu positionieren. Künftig versteht sie sich verstärkt als Sounding Board und Impulsgeberin, in dem Anliegen aus Gewerbe und Branchen aufgenommen, diskutiert und weiterentwickelt werden.
Die Sitzungen finden neu bei wechselnden Gastunternehmen oder Verbänden statt und rücken damit näher zu den Mitgliedern in den Regionen. 2025 war die Gewerbekammer zu Gast bei der Rudolf Hirt AG in Balsthal sowie bei gartenbaumann in Wangen bei Olten.

Einzelmitgliederanlass
Einzelmitglieder des KGV SO sind Selbständigerwerbende, Unternehmen, Institutionen sowie engagierte Persönlichkeiten, die sich den Verbandszielen verpflichtet fühlen. Sie schliessen sich dem Verband direkt an, insbesondere dort, wo keine passende Branchen- oder Gewerbevereinsstruktur besteht oder ein direkter Zugang zum Netzwerk und zur Interessenvertretung gewünscht ist.
Der Einzelmitgliederanlass 2025 im Gewölbekeller des Domaine de Soleure bot den passenden Rahmen für persönlichen Austausch und Networking. Rund 30 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit für Gespräche in einem vertrauten Umfeld.
Finanzdirektor Peter Hodel gab Einblicke in aktuelle Dossiers und in den Legislaturplan 2025 - 2029. Sein Referat «11, 100 und 1000» beleuchtete die finanzielle Lage des Kantons und bot den Teilnehmenden einen direkten Zugang zu politischen Einschätzungen aus erster Hand.
Der Anlass wurde durch ein Apéro riche und die Weine der Burgergemeinde Solothurn abgerundet und unterstrich den persönlichen Charakter dieses Formats.

Herbstanlass: Verbandsarbeit im Fokus
Der Herbstanlass 2025 führte den KGV SO im September nach Hägendorf zur Peter Studer Holzbau AG mit Gastgeberin Felicia Studer. Im Zentrum stand die Rolle der Verbände im Wandel. Keynote-Speaker Hans Lichtsteiner, Partner und Mitgründer von verbandsberatung.ch ag, zeigte auf, dass sich die Erwartungen an Verbände grundlegend verändert haben.
Präsident Stefan Blaser brachte seine Zielsetzung auf den Punkt: «Der KGV SO muss wieder lauter werden.» Regierungsrätin Sibylle Jeker würdigte das Gewerbe und die KMU als tragende Säule der Wirtschaft und betonte die Bedeutung der Verbände als Bindeglied zur Politik. Referat und Podium zeigten die Vielfalt und die politische Bedeutung der Verbandsarbeit – von der lokalen Vernetzung bis zur nationalen Interessenvertretung. Im Anschluss bot der Anlass bei feinem Essen vom Fleischfachgeschäft Fischer AG in Langendorf, Wein vom Weingut Schlössli in Schafis und einem Oltner Bier Raum für persönliche Gespräche und Austausch.

Solothurner Unternehmerpreis
Der KGV SO gehört zur gemeinsamen Trägerschaft des Solothurner Unternehmerpreises, der jährlich vergeben wird. Als Stimme der KMU engagiert sich der Verband aktiv für die Sichtbarkeit und Anerkennung unternehmerischer Leistungen im Kanton Solothurn und setzt sich dafür ein, erfolgreiche Unternehmen und innovative Entwicklungen gezielt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Der Solothurner Unternehmerpreis wurde 2025 zum 27. Mal verliehen – unter dem Motto «Erfolgreich durch Transformation». Die Preisverleihung fand am 8. Januar in der Enter Technikwelt in Derendingen statt und setzte einen starken Auftakt ins Wirtschaftsjahr.
Als Gewinnerin der Hauptkategorie wurde die Cartaseta AG aus Gretzenbach ausgezeichnet. Das Unternehmen überzeugte mit seiner erfolgreichen Transformation vom Produzenten von Halbfabrikaten zu einem führenden Hygienepapierlieferanten der Schweiz.
Den Newcomer-Preis gewann die Stoll Holzdesign AG. Das junge Unternehmen steht für innovative Holzbauprojekte und wurde durch das Publikum via Online-Voting gewählt.
Die duale Berufsbildung ist ein zentraler Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Solothurn. Sie sichert den Fachkräftenachwuchs, schafft Perspektiven für junge Menschen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer KMU. Der KGV SO engagiert sich seit vielen Jahren mit gezielten Angeboten im Bereich Berufsorientierung und Nachwuchsförderung.
Mit dem vom Kanton Solothurn verabschiedeten Massnahmenplan wurden die bisherigen Leistungsvereinbarungen des KGV SO per Ende 2025 sistiert. Der KGV SO bedauert diesen Entscheid ausdrücklich. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sind gezielte Investitionen in die Berufsorientierung und die Förderung der beruflichen Grundbildung von grosser Bedeutung.
Ein zentraler Pfeiler war das Berufsbildungsmarketing. Mit Formaten wie Rent a Boss sowie den Erlebnistagen Beruf konnten Jugendliche direkte Einblicke in die Berufswelt gewinnen. Bei Rent a Boss begleiteten Schülerinnen und Schüler Führungspersonen aus Wirtschaft und Gewerbe im Berufsalltag und erhielten Einblick in unternehmerisches Denken und Verantwortung. Die Erlebnistage Beruf ermöglichten praxisnahe Begegnungen in Betrieben und vermittelten authentische Eindrücke aus verschiedensten Berufsfeldern.
Ein weiteres wichtiges Angebot war die begleitete Lehrstellenvermittlung. Sie unterstützte Jugendliche individuell bei der Berufswahl, beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen sowie bei der Suche nach passenden Lehrstellen. Gleichzeitig wurden Ausbildungsbetriebe bei der Besetzung offener Lehrstellen gezielt unterstützt. Ergänzt wurde das Angebot durch die Lehrstellenbörsen in Solothurn und Oensingen. Diese Plattformen brachten Jugendliche, Eltern und Ausbildungsbetriebe direkt zusammen. Zahlreiche Unternehmen präsentierten ihre Berufsbilder, beantworteten Fragen und ermöglichten erste Kontakte für Schnupperlehren oder Bewerbungen.
Diese drei Angebote haben in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung im Kanton Solothurn geleistet und die Sichtbarkeit der beruflichen Grundbildung nachhaltig gestärkt. Wir danken unserem Auftraggeber Kanton Solothurn für das langjährige Vertrauen.
Im Jahr 2025 hat der KGV SO seine digitale Präsenz gezielt und deutlich ausgebaut. Über soziale Medien, Online-Plattformen und klassische Kommunikationskanäle war der Verband regelmässig präsent und hat aktuelle Themen, Positionen und Veranstaltungen sichtbar gemacht.
Mit täglichen Beiträgen, politischen Stellungnahmen, Einblicken ins Gewerbe sowie Informationen für Mitglieder wurde die Reichweite des Verbands markant erhöht. Gleichzeitig erhielten lokale Unternehmen, Berufsverbände und Veranstaltungen eine zusätzliche Plattform.
Die verstärkte Kommunikation leistet einen wichtigen Beitrag zur Positionierung des KGV SO als moderne, aktive und vernetzte Stimme des Solothurner Gewerbes.
Mit dem Mitgliedermagazin Wirtschaftsflash verfügt der KGV SO über eine etablierte Kommunikationsplattform für Wirtschaft, Gewerbe und Politik im Kanton Solothurn. Das Magazin gilt als gemeinsame Stimme der beiden Wirtschaftsverbände im Kanton. Das Format informiert regelmässig über aktuelle wirtschaftspolitische Themen, Verbandsaktivitäten, Unternehmen und Persönlichkeiten aus dem Gewerbe.
Im Jahr 2025 wurde das Wirtschaftsflash gezielt weiterentwickelt und stärker für die Sichtbarkeit unseres Verbands genutzt. Unter anderem wurde eine Serie zu den angeschlossenen Berufsverbänden lanciert, welche die Vielfalt des Solothurner Gewerbes ins Zentrum rückt. Das Wirtschaftsflash leistet mit seinen 6 Ausgaben pro Jahr einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung, Meinungsbildung und Positionierung des KGV SO.

Der KGV SO engagierte sich auch im Wahljahr 2025 aktiv für eine starke politische Vertretung des Gewerbes. Bei den Regierungsratswahlen unterstützte der KGV SO die fünf bürgerlichen Kandidierenden.
Für die Kantonsratswahlen empfahl der Verband jene kandidierenden Verbandsmitglieder zur Wahl, die sich im Rahmen einer Selbstdeklaration klar zu den Werten und Anliegen des Gewerbes bekannten. Zur Sichtbarmachung dieser Unterstützung entwickelte der KGV SO ein eigenes Empfehlungslabel, das die Kandidierenden im Wahlkampf verwenden durften.
Von den insgesamt 36 empfohlenen Kantonsratskandidierenden wurden erfreulicherweise 22 gewählt. Bei den Regierungsratswahlen waren Sandra Kolly, Peter Hodel und Sibylle Jeker erfolgreich.
Das Resultat zeigt, dass eine glaubwürdige und breit abgestützte Interessenvertretung auch auf politischer Ebene Wirkung entfalten kann. Für den KGV SO bleibt eine starke Stimme des Gewerbes in Parlament und Regierung von zentraler Bedeutung.
Die SP-Initiative verlangte die Einführung eines kantonalen Mindestlohns von 23 Franken pro Stunde. Für viele Solothurner Unternehmen, insbesondere in Branchen mit tiefen Margen, hätte dies eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung bedeutet und Arbeitsplätze gefährdet. Der KGV SO führte die Nein-Kampagne und engagierte sich gemeinsam mit der Solothurner Handelskammer entschieden gegen die Vorlage. Die Stimmbevölkerung lehnte die Initiative mit 58 Prozent deutlich ab.
Der KGV SO setzt sich mit Nachdruck für die Interessen der Gewerbebetriebe und KMU im Kanton Solothurn ein. Als starke Stimme des Gewerbes engagiert sich der Verband für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, unternehmerische Freiheit und einen starken Werkplatz.
Dazu bringt sich der KGV SO aktiv in Vernehmlassungen ein, pflegt den regelmässigen Austausch mit Behörden, Verwaltung und politischen Entscheidungsträgern und verfügt über ein breites Netzwerk zu Regierung, Kantonsrat sowie wirtschaftsnahen Organisationen. Ziel ist es, die Anliegen des Gewerbes frühzeitig in politische Prozesse einzubringen und die Wettbewerbsfähigkeit der Solothurner KMU nachhaltig zu stärken.
Interessenvertretung | KMU- und Gewerbeverband Kanton Solothurn
Einzelmitglieder unseres Verbandes geniessen zusätzlich zu den allgemeinen Mitgliedschaftsrechten besondere Rechte:
Personen, die sich um den KGV SO oder um die gewerbliche Wirtschaft verdient gemacht haben, können durch den Gewerbekongress auf Vorschlag des KGV-Vorstandes zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.
Die Ehrenmitgliedschaft ist eine persönliche Auszeichnung und bewirkt die persönliche Einzelmitgliedschaft beim KGV SO. Die Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.
Der Vorstand des KGV SO verantwortete im Jahr 2025 die strategische Führung des Verbands und setzte wichtige Leitlinien für die Weiterentwicklung des Solothurner Gewerbes.
Im Rahmen des Gewerbekongresses vom 15. Mai 2025 kam es zu bedeutenden personellen Veränderungen. Stefan Blaser wurde zum neuen Präsidenten gewählt. Gleichzeitig wurden Andreas Walther und Philippe Ruf neu in den Vorstand gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden für eine weitere Amtsperiode bestätigt.
Mit dem Rücktritt von Pia Stebler endete eine prägende Amtszeit. Sie führte den Verband während mehreren Jahren mit grossem Engagement, Klarheit und hoher Verlässlichkeit. Ebenfalls verabschiedet wurde Johannes Brons.
Der KGV SO dankt allen bisherigen und aktuellen Vorstandsmitgliedern herzlich für ihr grosses Engagement und ihre ehrenamtliche Arbeit im Interesse des Solothurner Gewerbes.
Vorstand | KMU- und Gewerbeverband Kanton Solothurn
Die Geschäftsstelle ist das operative Zentrum des KGV SO. Sie plant, koordiniert und begleitet die vielfältigen Aufgaben des Verbands und sorgt für eine professionelle Umsetzung der strategischen Entscheide. Sie ist zentrale Anlaufstelle für Mitglieder, Partnerorganisationen, Behörden und Öffentlichkeit.
Sarah Koch,
Geschäftsführerin (80 %)
François Richard,
Stv. Geschäftsführer, Leiter Finanzen und HR (80 %)
Rahel Frick,
Verbandssekretariat (100%)
Sandra Spirig,
Projektleiterin Politik (40 %)
Stephan Hamann,
Projektleiter Berufsbildungs-Marketing auf Mandatsbasis
Der KGV SO schliesst das Berichtsjahr mit einem Aufwand von CHF 908’837.01 und einem Ertrag von CHF 893’736.34 ab. Daraus resultiert ein Verlust von CHF 15’100.67. Budgetiert war ein Verlust von CHF 7’577.80.
Das Ergebnis liegt leicht unter Budget und ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Dazu zählen leicht tiefere Mitgliederbeiträge, Mindereinnahmen beim betrieblichen Nebenertrag sowie beim betriebseigenen Schulungszentrum. Positiv wirkten sich hingegen ein besseres Ergebnis bei den Verbandsaktivitäten sowie tiefere Personalkosten aus.
Per 31. Dezember 2025 beläuft sich das Eigenkapital nach Verbuchung des Jahresergebnisses auf CHF 66’500.81.
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